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Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber viele…..
So fing alles an.

AKTUELL:
Für Menschen mit Depression ist die aktuelle Coronavirus-Lage nicht einfach. Die Welt scheint aufgrund der psychischen Erkrankung eh schon grau, und jetzt das: Ungewissheit, Unsicherheit, Isolation, weil man reale soziale Kontakte meiden soll. Wo doch das Sich-Zurückziehen gerade bei Depression nicht gut ist.
Doch es gilt nun, Solidarität mit Risikogruppen zu zeigen, für die das Coronavirus gefährlich werden kann.
Trotz mancher aktueller Einschränkungen: Vergesst Euch selbst nicht. Achtet auf Euch. Versucht, Struktur in den Tag zu bekommen bzw. zu behalten. Und bitte lasst Euch
nicht verrückt machen von den unzähligen Posts, Aussagen, Ansichten und Meinungen, die vor allem im Internet herumschwirren. Lest seriöse Quellen – und schaltet auch mal das Handy, den Computer für eine Weile aus.
Auch wenn viele Dinge aus bekannten Gründen abgesagt sind, auch wenn vieles momentan still steht und einiges gar unwirklich wirkt:
Wir können immer noch gute Musik hören. Oder ein gutes Buch lesen. Oder mit Freunden
telefonieren, reden. Oder malen. Kreativ sein. Leben!
Wir wollen versuchen, Euch in diesen Zeiten etwas Halt, Stabilität und vor allem Gemeinschaftsgefühl zu geben.
Wir posten auf unserer Facebook- und auf unserer Instagramseite jeden Tag um 10 Uhr und um 18 Uhr einen kleinen Beitrag. Das kann ein Foto sein, ein kleines Video, ein Buch-Tipp, ein Stück Musik – alles Mögliche. Es soll Euch Abwechslung bringen, Mut machen, auch mal ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das Motto: Miteinander. Der Hashtag: #DDLmiteinander“.
Deutsche DepressionsLiga e.V. Newsletter 02/2020 vom 31.03.2020

Themen an unserem Tisch sind: Bipolare Erkrankung, Depression, Panickattacken, Angszustände unterschiedlichster Ausprägung, Borderline etc. Wir sind nicht festgelegt.

In Selbsthilfegruppen treffen sich Menschen mit ähnlichen Problemen oder Krankheiten, in der Regel ohne professionelle Anleitung. Auch bei Depression sind Selbsthilfegruppen eine wichtige und sinnvolle Ergänzung zur medikamentösen und/oder psychotherapeutischen Behandlung.

Selbsthilfegruppen bieten die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen über die Erkrankung auszutauschen und von den Erfahrungen anderer zu profitieren, zum Beispiel zu Behandlungsmöglichkeiten und -erfolgen oder zum Umgang mit der Erkrankung. Zudem geben sich Betroffene in einer Selbsthilfegruppe auch ein Stück weit gegenseitig Halt und Unterstützung, machen Mut und spenden Trost.

Darüber hinaus bietet eine Selbsthilfegruppe auch die Chance, gemeinsam aktiv zu sein. Gerade für depressiv erkrankte Menschen, die unter Antriebslosigkeit leiden und sich oft aus ihrem sozialen Umfeld zurückziehen, kann der Besuch einer Gruppe dabei unterstützen, wieder aktiver am Leben teilzunehmen. Es liegt in der Natur der Krankheit, dass Patienten, die sich in der Phase einer schweren Depression befinden, kaum motiviert werden können, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Diese Gruppen sind deshalb vorrangig für Menschen geeignet, die außerhalb einer akuten Phase einen Austausch mit Betroffenen suchen und Wege für sich finden wollen für den weiteren Umgang mit der Erkrankung.

Die meisten Selbsthilfegruppen sind offene und anonyme Gruppen, das heißt, neue Mitglieder können jederzeit ohne weitere Vorbedingungen hinzustoßen. In jeder größeren Stadt gibt es Selbsthilfegruppen – und häufig auch eine Selbsthilfekontaktstelle, die Adressen und Ansprechpartner von Selbsthilfegruppen vermittelt. Selbsthilfekontaktstellen unterstützen auch bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe.

Die NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen) unterstützt auf www.nakos.de bei der Suche nach einer Selbsthilfegruppe in Wohnortnähe. Auf der Seite finden Sie ebenfalls umfangreiches Wissen zum Thema Selbsthilfe und Gründung einer Selbsthilfegruppe (sowie Antworten auf rechtliche, finanzielle und organisatorische Fragen).

CBASP

Das Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (englisch, übersetzt ungefähr kognitiv-verhaltenstherapeutisch-analytisches Psychotherapie-System, abgekürzt CBASP) ist ein Behandlungsverfahren der Psychotherapie. Es wurde vom US-amerikanischen Psychologen James P. McCullough speziell zur Behandlung von Patienten mit chronischer Depression entwickelt und wird seit 1980 in wissenschaftlichen Untersuchungen empirisch überprüft.[1]

CBASP ist keiner der etablierten Schulen der Psychotherapie zuzuordnen, da sowohl verhaltenstherapeutische Vorgehensweisen als auch interpersonelle und psychodynamische Ansätze Teil des Verfahrens sind. CBASP gilt dabei als stark strukturiertes und direktives Therapieverfahren. Ein Hauptunterschied zu vielen kognitiven Therapieansätzen besteht auch in dem geringeren kognitiven Leistungsniveau, das bei den Patienten vorausgesetzt wird

Zielgruppe

Das CBASP wurde zur Behandlung von Patienten, die unter einer chronischen Depression leiden, entwickelt. Untersuchungen zeigen, dass ungefähr 30 % der von Depression betroffenen Patienten in diese Kategorie fallen.[4] Diese Patienten zeigen oft einen frühen Beginn ihrer Erkrankung (vor dem 21. Lebensjahr), keinen vollständigen Rückgang der Symptome zwischen einzelnen depressiven Phasen, besonders schwere Phasen sowie häufigeres Auftreten von depressiven Episoden. Ihre Behandlung gilt als schwierig, die genannten Punkte werden als Hinweise auf einen ungünstigen Krankheitsverlauf angesehen.[5]

McCullough beschreibt die Patienten, für die die Behandlungsmethode entwickelt wurde, als Patienten, die schon seit dem frühen Erwachsenenalter immer wieder negative Erfahrungen im Kontakt zu Mitmenschen gemacht haben und die daher eine langanhaltende schwache Depression (Dysthymie) entwickelt haben, die von Phasen mittlerer bis schwerer Depression unterbrochen werden. Dies führe zu Hoffnungslosigkeit und der Einstellung der Patienten, dass sie selbst nichts dazu beitragen können, ihre depressive Stimmung zu kontrollieren. Gleichzeitig zeigen die Betroffenen sehr rigide Verhaltensweisen, die weder durch positive noch durch negative Ereignisse beeinflusst werden.